Obwohl es sich bei
der MSI N285GTX T2D1G-OC
bereits um einer übertaktete
version der GTX285
handelt, wollen wir
sehen, ob sich nicht
noch etwas mehr Leistung
herauskitzeln lässt.
So testen wir nun,
wie weit sich die
Taktraten noch anheben
lassen, und was dabei
an Mehrleistung herausspringt.
Die Standard-Taktraten
der MSI OC-Version
betragen 680Mhz (Chip)
und 1250Mhz (Ram /
DDR 2500Mhz). MSI
hat im Vergleich zum
Referenztakt einer
GTX285 den Chiptakt
um 33Mhz und den Speichertakt
um lediglich 10Mhz
angehoben. Der Shadertakt
wurde von MSI beim
Standard von 1476
belassen. Die Temperaturen
betragen dabei 39
Grad Celsius im Idle
und 69 Grad Celsius
unter Last. Der Lüfter
ist dabei standardmässig
auf 40% geregelt,
was diesen kaum wahrnehmbar
macht. Hier hätten
wir eine höhere
Lautstärke aufgrund
des optisch turbinenähnlichen
Lüfters erwartet.
Wir konnten die Taktraten
auf stabile 761 Mhz
für die GPU,
1549Mhz für die
Shader und 1283Mhz
(DDR 2566Mhz) für
den Ram anheben. Das
entspricht einer Chiptaktsteigerung
von ca. 12 Prozent
und einer Steigerung
des Speichertaktes
von ca. 2,5 Prozent.
Die Shaderdomain konnte
um ca. 5 Prozent gesteigert
werden. Das hört
sich nicht nach viel
an, und war auch zumindest
für den Arm und
die Shader nicht sonderlich
viel, eher wenig.
Hier agiert man offenbar
von Haus aus schon
am Rande des machbaren.
Wenigstens der Chiptakt
konnte vergleichsweise
stark gesteigert und
um ca. 80Mhz angehoben
werden. Dass hier
mehr möglich
war, ist vermutlich
dem neuen 55nm-Herstellungsprozess
zu verdanken.
Um die Karte auf
die erreichten Werte
übertakten zu
können, war eine
Erhöhung der
Lüftergeschwindigkeit
notwendig. So wurde
der Lüfter von
uns auf 80% eingestellt,
womit der Lüfter
seinem turbinenähnlichem
Aussehen durchaus
gerecht wird und unter
entsprechender Lautstärke
agierte. Dominant
wahrnehmbar war der
Lüfter bereits
ab 50% Drehzahl.
Die Übertaktung
sowie die Erhöhung
der Lüfterdrehzahl
brachte eine Temperatur
von 38 Grad Celsius
im Idle und 61 Grad
Celsius unter Last,
womit trotz der Übertaktung
die Temperaturen unter
Last deutlich gesunken
sind. Allerdings wurde
dieses mit hoher Lüfterdrehzahl
und damit sehr hoher
Laustärke des
Lüfters erkauft.
Wir haben uns darüber
hinaus noch mit dem
Stromverbrauch sowohl
bei Standard-Takt
als auch bei Übertaktung
beschäftigt.
Hierbei wurde der
Gesamtverbrauch des
Systems gemessen.
Im Idle-Modus lag
der Stromverbrauch
im übertakteten
Zustand gleichauf
mit dem Verbrauch
im Standardtakt. So
betrug der Verbrauch
des Gesamtsystems
im Idle bei 185 Watt.
Dieser niedrige
Verbrauch ist sowohl
den CPU-Stromsparmechanismen
als auch den Stromsparmechanismen
der Grafikkarte zu
verdanken. So taktet
sich die GTX285 im
Idle-/2D-Modus auf
300Mhz GPU- , 600Mhz
Shader- , und 100Mhz
Speichertakt herunter,
was letztendlich zu
einem solch niedrigen
Stromverbrauch führt.
Unter Last treten
ganz andere Werte
zu Tage. So steigt
der Stromverbrauch
ohne Übertaktung
bereits auf max. 432
Watt unter Last an.
Mit übertakteter
Grafikkarte wurden
von uns max. 462 Watt
gemessen, woraus sich
schließen lässt,
dass die Übertaktung
der Grafikkarte in
einen um 30 Watt höheren
Stromverbrauch resultiert.
In was für
Benchmark-Ergebnisse
die Übertaktung
resultiert hat, wollen
wir nun anhand von
Benchmarks der Spiele
FarCry 2 sowie Crysis
in DX-9 und DX-10,
welche die GTX285
am meisten gefordert
haben, sehen.
Für eine bessere
Überschaubarkeit
haben wir hier die
DX-9- und DX-10-Benchmarkergebnisse
getrennt.
FarCry
2 DX-9 Benchmark:

In
niedriger Auflösung
in Verbindung mit DX-9
ist trotz der vergleichsweise
geringen Übertaktung
ein unglaublicher Performance-Zuwachs
bei FarCry 2 zu verzeichnen.
Beinahe 16 FPS konnten
unter Performance hinzugewonnen
werden. Beim Vater im
Himmel, mit solch einer
Leistungssteigerung
hat mit Sicherheit keiner
gerechnet, wir zumindest
auf keinen Fall. Es
hat wirklich eine Weile
gedauert, bis wir den
Mund wieder schließen
konnten. Einfach nur
beeindruckend. Bis zu
27 Prozent Mehrleistung
aus 12 Prozent Übertaktung
am Chip, 2,5 Prozent
am Speicher und 5% bei
den Shadern. Das spricht
für sich.

Die
Performance ist auch
in hoher Auflösung
beachtlich gestiegen.
Bis zu 25% Mehrleistung
sind hier zu verzeichnen.
Aufgrund dieser enormen
Mehrleistung kann FarCry2
in DX-9 selbst bei hoher
Auflösung in Full-Quality
ruckelfrei gespielt
werden. Bei FarCry 2
unter DX-9 hat sich
die Übertaktung
also allemal gelohnt
und zu einer beeindruckenden
Mehrleistung geführt.
FarCry
2 DX-10:

Unter
DX-10 wird unsere Euphorie,
die uns die DX-9-Benchmarks
mit FarCry 2 beschert
haben, wieder ein klein
wenig gedämpft.
Nichts desto trotz können
wir deutlich an Leistung
hinzugewinnen. Bis zu
ca. 7,5 Prozent Mehrleistung,
bzw. bis ca. 4 FPS können
wir hinzugewinnen. Das
steht dann auch wieder
in Relation zu der Übertaktung.
Nach wie vor ungetrübtes
Spielvergnügen
bei FarCry 2 unter DX-10
bei geringer Auflösung.
Und das selbst bei Full-Quality.

Auch
in hoher Auflösung
konnte die Leistung
unter DX-10 durch die
Übertaktung etwas
gesteigert werden. So
wird nun in Full-Quality
die Gewährleistung
für ein ruckelfreies
Spielvergnügen
mit anliegenden 39 FPS
noch etwas gesteigert.
In Performance und Full-Quality
ist man nach wie vor
sicher vor Rucklern.
Crysis
DX-9:

Bei
Crysis unter DX-9 können
wir bei niedriger Auflösung
ebenfalls Steigerungen
von bis zu 3,5 FPS verbuchen.
Dennoch reicht die Mehrleistung
noch nicht aus, um in
niedriger Auflösung
und Full-Quality ruckelfrei
zu spielen. Hier sollte
nach wie vor die Detailstufe
auf High herabgesetzt
werden. Performance
und Medium-Quality bereiten
der GTX285 weiterhin
keine Probleme.

Während
unter Performance und
Full-Quality ca. 2 FPS
gewonnen werden, konnte
die Leistung unter Medium-Quality
um ca. 4,5 FPS gesteigert
werden. Damit lässt
sich Crysis unter DX-9
bei hoher Auflösung
auch in Medium-Quality
noch spielen. Der Wert
bei Full-Quality ist
jedoch noch immer jenseits
des Spielbaren, sodass
die Detailstufe hier
zwingend herabgesetzt
werden muss, sofern
man nicht auf AA/AF
verzichten möchte.
Crysis
DX-10:

Bis
ca. 17 Prozent Performancegewinn
können wir in niedriger
Auflösung bei Crysis
unter DX-10 verzeichnen,
was in Medium-Quality
ca. 4 FPS ausmacht.
Ca. 3,2 FPS Gewinn in
Performance helfen zumindest,
die gelegentlichen Ruckler
im Spielverlauf zu minimieren.
Spätestens in Medium-Quality
und erst recht in Full-Quality
führt trotz Übertaktung
kein Weg daran vorbei,
die Detailstufe herabzusetzen
oder auf AA/AF zu verzichten.

In
hoher Auflösung
können wir unter
DX-10 bis ca. 15 Prozent
an Leistung durch die
Übertaktung hinzugewinnen.
Leider bringt uns weder
in den Qualitäts-Modi
noch in Performance
in den spielbaren Bereich.
Bei hoher Auflösung
unter DX-10 führt
also trotz Übertaktung
noch immer kein Weg
daran vorbei, die Detailstufe
auf High herabzusetzen.
Das soll
dann auch an OC-Tests
für die MSI N285GTX
T2D1G-OC genügen
und wir schließen
den Bereich ab. Die
erreichte Übertaktung
war ein wenig ernüchternd.
Speicher- und Shader-Takt
konnten nur gering angehoben
werden. Zumindest die
GPU bildete eine Ausnahme
und ließ sich
um ca. 80Mhz anheben,
womit wir bei 761Mhz
landeten.
Grundsätzlich
konnte eine Leistungssteigerung
erreicht werden, welche
analog zu der erreichten
Übertaktung verlief.
Lediglich FarCry 2 unter
DX-9 bildete hier eine
positive Ausnahme, da
hier durch die insgesamt
geringe Übertaktung
ein überdurchschnittlich
hoher Performancegewinn
erzielt werden konnte.
Hier hat die GTX285
jedoch auch im Standardtakt
im grünen Bereich
agiert.
So lässt
sich für uns feststellen,
dass eine weitere Übertaktung
über den Werten
der übertakteten
Version von MSI hinaus
wenig lohnt. Zumal die
Übertaktung mit
hoher Lüfterdrehzahl
und damit sehr hoher
Lüftergeräusche
erkauft wurde. Das wäre
unserer Meinung nach
auf Dauer den Ohren
nicht zumutbar.
Ein Versuch,
die Karte bei 40 Prozent
Lüfterdrehzahl
zu übertakten,
was eine angenehme Geräuschkulisse
bedeuten würde,
endete bereits bei 710Mhz
GPU-Takt. So wäre
hierbei der Zuwachs
zu gering, als dass
sich eine Übertaktung
lohnen würde.
Es sei
an dieser Stelle darauf
hingewiesen, dass Übertakten
und das damit verbundene
Betreiben der Hardware
außerhalb der
Spezifikation auf eigene
Gefahr geschieht und
zum Garantieverlust
führt. 3DChip übernimmt
hier keinerlei Haftung.
Die erreichten Taktraten
sind grundsätzlich
Einzelfallabhängig,
sodass sich von unseren
erreichten Werten mit
der MSI N285GTX T2D1G-OC
nicht auf andere Grafikkarten
dieses Typs schließen
lässt.