Die PowerColor Radeon 9800 XT zeigte
die von uns erwartete Leistung, sie
ist ein wenig schneller als die Radeon
9800 Pro durch den um 32 MHz höheren
Chip und 25 MHz höheren Speichertakt,
dadurch konnte sie auch in den Qualitätsmessungen
wie FSAA und AF eine bessere Performance
an den Tag legen. Doch wenn es um
die reine Performance ohne Qualitätseinstellungen
geht kommt sie an der GeForce FX 5950
Ultra fast nicht vorbei, denn hier
verliert sie deutlich an Boden. Allerdings
zeigt diese Karte in Verbindung mit
dem verwendeten Catayst Treiber in
Version 3.10 eine gute 2D und sehr
gute 3D Bildqualität, was man
bei einer Grafikkarte aus dem High
End Sektor auch erwarten kann.
Die Ausstattung der
Grafikkarte gefiel uns ziemlich gut,
da alle Kabel und Adapter zum Anschluss
an einen Fernseher oder zweiten CRT
Monitor und/oder TFT Monitor zur Verfügung
stehen. Mit einem ziemlich aktuellen
Spiel: "Tomb Raider 6 (Angel
of Darkness)" und dem Gutschein
für den 3D Shooter Half Life
2 (dessen Fertigstellung ja dieses
Jahr im Frühling erwartet wird)
und einer weiteren Demo CD mit 5 Titeln,
ist auch ein gutes Spielebundel mit
von der Partie. Ein Software DVD Spieler
der Win DVD Serie in Version 4 liegt
dem Paket bei und rundet dieses ab.
Die Lautstärke
der Grafikkarte hat uns im 2D und
3D Modus positiv überrascht,
zumal der 60 mm Lüfter gegenüber
dem 40 mm Lüfter den Vorteil
hat, durch langsameres Drehen zu einem
deutlich geringeren Geräuschpegel
zu neigen. Natürlich werden sich
einige Leser darüber gewundert
haben warum wir auf unseren OC-Teil
verzichteten. Hier
der Grund:
Die PowerColor Radeon
9800 XT scheint an ihrem Leistungslimit
angekommen zu sein. Unser Modell wollte
sich nicht übertakten lassen.
Jegliches anheben von VPU und Speicher
führte zu Bildfehlern. Das führen
wir auf die große Hitze zurück
die sie allein schon im Standardtakt
von 412 MHz VPU und 365 MHz Speichertakt
hatte. Wenn man nach einer halben
Stunde Betrieb auf die Rückseite
der Grafikkarte fasste, war diese
bereits am glühen. Ein Nachprüfen
mit dem Grafikkartentool Riva Tuner
brachte es dann an den Tag, dass die
Grafikkarte im 3D Modus rund 60 bis
70 Grad warm wurde.
Auch das neu in den
Catalysttreiber integrierte dynamische
Overclockingtool Overdrive welches
die Taktraten automatisch regelt und
eigentlich für einen reibungslosen
Ablauf sorgen sollte, setzte nach
fünf Minuten die Werte während
des Benchmarks wieder auf den Standardtakt
der Grafikkarte zurück. Hier
wurden sowieso nur 7 MHz mehr Chiptakt
erreicht.
Halten
wir folgendes fest:
Wirkliche Höhepunkte
sind mit einem Radeon 9800XT Grafikchip,
der ja lediglich höhere Taktraten
als sein Vorgänger Radeon 9800
Pro mit sich bringt, nicht zu erwarten.
Beide Grafikkarten, sei es nun nVIDIA
mit dem GeForce FX 5950 Ultra, oder
ATi mit dem Radeon 9800XT stellen
momentan die schnellsten Vertreter
im High End Customer-Markt dar und
haben Ihre Vor- und Nachteile. Doch
im Vergleich zur GeForce FX 5950 Ultra
zeigt sich ein Vorteil, das die Radeon
9800XT Grafikkarte im Qualitätsmodus
mit AntiAliasing und Anisotropem Filter
höhere Frameraten erbringt. Wem
es also um die reine Performanceleistung
ohne FSAA und AF geht, der sollte
zur Geforce FX 5950 Ultra greifen,
wer aber auf gute AntiAliasing Performance
setzt, kann beruhigt die Radeon 9800XT
bevorzugen.
Zu empfehlen ist die
Grafikkarte für all diejenigen
Besitzer einer GeForce 3/4 Ti oder
Radeon 8500 bis 9600 sind und Aufrüst
willig sind. Doch für User einer
Radeon 9800/ Pro oder gleichwertiger
GeForce FX 5800/5900/ Ultra, ist ein
Umstieg aufgrund des geringen Leistungszuwachses
nicht zu empfehlen. Die Radeon 9800
XT fühlt sich mit einem 3 GHz
CPU von Intel oder AMD am wohlsten,
wenn man zusätzlich 512 MB bis
1 GB Speicher verwendet.