Neues und Altbewährtes
ATi stattet seine
neueste Entwicklung mit einer Vielzahl
altbewehrter, aber ebenso vielen
neuen Eigenschaften aus. Hervor
zu heben sind hier vor allem die
drei beschleunigenden Rendermodi
und der spezielle Hoch Qualitätsmodus.
CrossFire unterstützt zunächst
das schon von der ATi Fury Maxx
aus den späten 90er Jahren
bekannte Alternate Frame Rendering
(AFR). Bei diesem Verfahren werden
von jeder Karte abwechselnd die
auf dem Bildschirm erscheinenden
Vollbilder errechnet. Eine Karte
übernimmt die "ungeraden"
Frames 1, 3, 5 etc., die andere
die "geraden" 2, 4, 6
etc.
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ATi
Alternate Frame Rendering
(AFR) Mode
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Der Scissor Modus
(Schnittmodus) teilt den Bildschirm
waagerecht in zwei Teile, die jeweils
parallel von den Grafikkarten berechnet
werden. Sowohl das AFR, als auch
der Scissor Modus sind ähnlich
bei nVIDIAs SLI implementiert. Scissor
soll als Kompatibilitätsmodus
in jedem Spiel funktionieren, womit
CrossFire der nVIDIA-Lösung
SLI gegenüber im Vorteil wäre.
Unter SLI funktionieren nämlich
nur zertifizierte Spiele. Zusätzlich
zu Scissor und AFR bietet CrossFire
noch zwei weitere Rendermodi an,
SuperTiling und Super AA.
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ATi
Scissor Mode
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Bei Supertiling (übersetzt:
Super Kachelung) wird der gesamte
Bildschirmähnlich wie ein Schachbrett
in Planquadrate von 32x32 Pixeln
aufgeteilt. Jede Karte übernimmt
hierbei die Berechnung einer Hälfte
der "Kacheln".
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ATi
Supertile Mode
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Supertile
Mode: Dieser Modus ist eine
Neuentwicklung von ATi und bei SLI
bisher nicht bekannt. Zusätzlich
zu den beschleunigenden Rendermodi
bietet ATI mit CrossFire einen völlig
neuen Hoch Qualitätsmodus,
das sogenannte Super AA. Dieses
soll bei gleichbleibender Framerate
bis zu 14x AntiAliasing ermöglichen
und so die Bildqualität in
bisher unbekanntem Maß verbessern.
Leider kann dieses Super AA nicht
mit den anderen oben genannten Rendermodi
genutzt werden, was aber auch zu
schön um wahr zu sein gewesen
wäre. Alle anderen FSAA-Modi
der aktuellen Radeons sollen aber
zur Verfügung stehen (2x, 4x,
6x).
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ATi
Super AntiAliasing Mode
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Fazit
Im Gegensatz zu SLI
fällt auf, dass CrossFire sich
bislang nur mit Karten der oberen
Mittelklasse (X800 non pro) und
High End Karten nutzen lassen wird.
nVIDIA hingegen hat erst vor kurzem
verlautet, auch die untere Mittelklasse
in Gestalt der 6600 non GT solle
bald SLI fähig werden. Ob ATI
mit CrossFire allein am oberen Rande
der Leistungsskala Geld machen wird,
bleibt fraglich, zumal schon jetzt
davon die Rede ist, die Technologie
sei offen und erweiterbar. Was das
in der Zukunft bedeutet, bleibt
natürlich abzuwarten, es kann
aber als Zeichen gewertet werden,
dass CrossFire möglicherweise
bald auch mit ATIs Mittelklasse
Radeon X700 möglich wird.
Interessant ist CrossFire
weniger auf Grund der Größenordnung
der zu erwartenden Leistungssteigerung,
sondern vielmehr wegen des extremen
Qualitätsmodus Super AA und
seiner - zunächst einmal von
ATI behaupteten - Kompatibilität
zu allen auf dem Markt befindlichen
Spielen und 3D Applikationen. Wenn
CrossFire hier wirklich das hält,
was ATI verspricht, ist die Technologie
dem nVIDIA-Pendant in vielen Belangen
überlegen. Allein die Unterstützung
jedes beliebigen Spiels und jeder
3D Anwendung wäre an sich eine
Killerapplikation gegenüber
SLI.
Nimmt man jedoch
Super AA und die Kombinationsmöglichkeit
unterschiedlicher Karten hinzu,
hat CrossFire das Potential, SLI
im oberen Mittelfeld den Rang abzulaufen.
Ob aber tatsächlich ein Verdoppelung
der Leistung der einzelnen Karten
möglich ist, bleibt zu abzuwarten.
Ein ordentlicher Leistungsschub
in einem Bereich zweier GeForce
6800 GT im SLI Modus darf bei der
Kombination CrossFire 850/X850XT
aber erwartet werden. NVidias neuer
Trumpf, die GeForce 7800 GTX enttrohnt
jedoch das ATI Flaggschiff schon
im Singlebetrieb und ist doppelt
so schnell wie eine GeForce 6800
non Pro.
Kritisch muss bewertet
werden, dass die CrossFire-Karten
automatisch ihre aktive Zahl der
Pixelpipelines reduzieren, wenn
sie mit einer Pro- oder Non Pro
Karte eingesetzt werden. Der Käufer
muss eine vollwertige 16 Pipeline
Variante erwerben, die aber nicht
ihrer volle Leistungskraft entfalten
kann, sondern erheblich beschnitten
wird. Positiv bleibt hier aber zu
verbuchen, dass die CrossFire-Karte
ihre Taktfrequenzen beibehält
und nicht herunter taktet. Ob sich
mit den richtigen Tools die deaktivierten
Pipelines aber auch wieder Freischalten
lassen, wie dies in der Vergangenheit
ja schon möglich war bleibt
jedoch abzuwarten.
Ärgerlich für
den Anwender ist an SLI und CrossFire
derzeit noch ihre Inkompatibilität
miteinander. Beim Wechsel der Grafikkarten
ist ein kompletter Systemwechsel
notwendig, obwohl beide Technologien
PCI-Express nutzen. Es bleibt für
uns Spieler und Anwender nur zu
hoffen, dass sich nVIDIA und ATi
besinnen und dem ein Ende bereiten,
bevor auch bei ATI die nächste
Grafikkartengeneration (R520) und
evtl. ein neuer Gehäusestandard
(BTX) ins Haus steht.
CrossFire wird sich
aber Anfangs mit nVIDIAs neuem Flaggschiff,
der GeForce 7800 GTX, messen müssen.
Diese hat aber schon im Single Betrieb
gegenüber den bisherigen Spitzenmodellen
im SLI Betrieb eine Steilvorlage
sondergleichen geliefert, wie unser
GeForce
7800 GTX Test zeigt. Wir werden
sehen, wie weit das kanadische Sperrfeuer
nVIDIAs vorrücken stoppen oder
verlangsamen wird. Uns steht in
jedem Fall ein heißer Hochsommer
bevor!
Vielen Dank an dieser
Stelle an Frau Gonzalez von ATi
für Ihre Geduld und freundliche
Hilfe.
Habt Ihr noch Fragen
zum Artikel? Antworten gibt es im
Forum.
Die Radeon X800
XL und Radeon X850 XT PE Grafikkarten
findet ihr bei uns im Preisvergleich.
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Copyright September 2005 by
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Autor:
mhinas
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